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Vitamin A Mangel Bekämpfung durch die gezielte Förderung von Süßkartoffelanbau in Mosambik.

Situation

Vitamin-A-Mangel bzw. Vitamin-A-Deficiency (VAD) ist eine Gefährdung des Menschen, die vor allem zu erhöhter Krankheitsanfälligkeit und zu verringerter Sehschärfe führt. 250 Millionen Vorschulkinder leiden an VAD und jährlich sterben daran etwa eine Million. VAD ist vor allem in ländlichen Regionen Afrikas verbreitet. Aktuell wird das Problem mit erheblichen finanziellen Aufwand mit Vitamintabletten oder in den meisten Fällen gar nicht angegangen. In der genannten Zielgruppe ist Subsistenzwirtschaft weit verbreitet.

Herangehensweise

Durch Vision A wird im ländlichen Raum der Anbau von Süßkartoffeln (Orange-Fleshed Sweet Potato; OSP) gefördert. Die OSP hat den Vorteil, dass der Anbau in meisten Gebieten mit VAD gut und ohne Einsatz von Geräten kostengünstig möglich ist. Gleichzeitig hat sie einen sehr hohen Vitamin-A-Gehalt, sodass 125g Gramm pro Tag ausreichend sind, um eine gute Versorgung zu gewährleisten. Durch Aufklären über die OSP, Vermitteln von Wissen für den Anbau durch ein Handbuch und Begleitung sowie Unterstützung bei Erstfinanzierung, Lagerung, Distribution und Verarbeitung können diese Benefits nutzbar gemacht werden.

Nachhaltigkeit

Familien und Bauern, die die OSP anbauen, können die gesundheitlichen Vorteile sehr schnell direkt nutzen und so ihre Gesundheit stärken und VAD-Gefährdung drastisch verringern. Blindheit, Krankheit und Sterben aufgrund von Vitamin-A-Mangel insbesondere unter Kindern kann so vermieden werden. Gleichzeitig können bei Überproduktion Gewinne auf lokalen Märkten erzielt werden, da die OSP einen durchschnittlichen bis leicht gehobenen Preis erzielt. So partizipieren die Anbauer auch finanziell und können mehr Vitamin-A-Produkte für die lokale Gemeinschaft einbringen, um die Gesamtgesundheit zu steigern. Zusätzlich werden nun Gelder frei, die bislang für teure Retinol/Vitamintabletten ausgegeben werden mussten. Durch eine enge Zusammenarbeit mit den Landwirten kann ein Teil der Einnahmen in das Projekt zurückfließen, um neue Nutzer mit Sprösslingen und Wissen auszustatten.

Ausblick

Unser Ziel ist es, über eine regionale Partnerschaft ein Netzwerk zwischen Förderern der Gesundheit, (Land-)Wirtschaft und Familien bzw. Farmern aufzubauen, um so Nutzer der Vorteile und Anbauer der OSP zu finden und zu unterstützen. Mit ihnen wollen wir die Verbreitung der OSP im lokalen Gebiet stärken, um so mehr Menschen zu helfen. Durch kleine Rückflüsse seitens der OSP Farmer, kann das Projekt weiterfinanziert werden.

Im Moment stehen wir in engem Kontakt mit Personen in Simbabwe zur besseren Einschätzung der Siutation vor Ort und arbeiten am Feinschliff des Handbuches.

Bei Interesse würden wir uns freuen, Ihnen unsere detaillierten One Pager zuschicken zu dürfen.

Projektleiter und Kontakt: Lukas Wegener ( Lukas.Wegener@whu.edu )